Aion 2 ist Free-to-Play: Kampagne, Dungeons, PvP und Abyss sind ohne Kauf spielbar. Der Haken sitzt in der Wirtschaft. Die Mitgliedschaft kostet 15 US-Dollar pro Monat, und ohne sie dürft ihr auf dem Marktplatz zwar verkaufen, aber nichts kaufen. Wer Echtgeld in die Premium-Währung Quna steckt, tauscht sie in Kina um und kauft sich Ausrüstung, für die andere wochenlang farmen. Ob das Pay-to-Win ist, hängt davon ab, wo ihr spielt: In instanziiertem PvP zählt euer Geld nicht, im PvE-Progression und im Open-World-Abyss schon.
Stand: 1. Oktober 2026
Was ist wirklich kostenlos?
Die Grundlagen des Spiels kosten nichts: Download, Charaktererstellung, die komplette Kampagne, Dungeons, Berufe, Fliegen, PvP und der Abyss. Auch der Daeva Pass, der Battle Pass von Aion 2, hat einen Gratis-Pfad, den jeder ohne Abo spielen kann.
Kostenlos heißt aber ohne Wirtschaft. Wer nichts zahlt, kann überschüssige Ausrüstung und Materialien auf dem Marktplatz zwar einstellen, aber selbst nichts kaufen. Der Direkthandel mit anderen Spielern und die Tauschbörse zwischen den Währungen bleiben komplett gesperrt. Damit bleibt als einzige Einnahmequelle das, was das Spiel selbst herspielt.
Was kostet die Mitgliedschaft?
Die „Special Quai Membership“ kostet 15 US-Dollar für 30 Tage. Einen offiziellen Euro-Preis gibt es nicht, die Abrechnung läuft je nach Region über den Wechselkurs. Gekauft wird ab dem 5. Oktober nur im Spiel selbst, maximal drei Mal pro Server und Monat. Die Vorteile gelten nur auf dem Server, auf dem ihr sie kauft; wer auf zwei Servern spielt, zahlt doppelt.
Das Abo schaltet einiges frei. Dazu gehören Käufe auf dem Marktplatz, der später folgende serverübergreifende Weltmarkt und der Direkthandel (fünf Mal täglich, nur wenn beide Seiten abonniert haben). Außerdem: die Kina-Quna-Tauschbörse, ein Fernlager und doppelt so viele Od-Energie-Dosen in Expeditionen, Transzendenz-Dungeons und Weihestätten. Für Vielspieler ist das laut Mein-MMO „eigentlich Pflicht“, ohne Markt bleibt die eigene Wirtschaft lahmgelegt.
Die Kosten auf einen Blick
Posten | Preis | Was ihr bekommt |
|---|---|---|
Spiel | 0 € | Kampagne, Dungeons, PvP, Abyss, Gratis-Pfad des Battle Pass |
Mitgliedschaft | 15 US-$ / 30 Tage | Marktkauf, Weltmarkt, Handel, Währungstausch, Od-Boni |
Daeva Pass Premium | Quna (Preis offen) | Kosmetik, Materialien, Währungen – pro Charakter |
Ingame-Shop | Quna | vor allem Kosmetik, dazu erspielbare Verbrauchsgüter |
Founder's Pack Standard | 21,25 € | 5 Tage Headstart, 30 Tage Abo, Titel, Truhe |
Founder's Pack Deluxe | 42,49 € | Standard plus Rüstungs- und Waffen-Skins |
Founder's Pack Ultimate | 84,99 € | Deluxe plus Haustier, Flügel, weitere Skins |
Die Founder's Packs sind seit dem 30. September durchgelaufen. Early-Access-Käufer haben ihren Headstart bereits hinter sich, die 30 Tage Mitgliedschaft laufen ab Aktivierung. Die Preise der drei Stufen nennt die Steam-Seite von Aion 2.
Ist Aion 2 Pay-to-Win?
Die ehrliche Antwort in drei Teilen.
Im PvE: Ja, zeitlich. Ausrüstung liegt auf dem Marktplatz und kostet Kina. Wer Quna kauft, tauscht sie über die Börse in Kina um und kauft direkt, wofür andere farmen.
Verzauberungen bis +15 verbrennen ab Stufe +10 exponentiell Material und Kina, jeder Fehlschlag kostet. Echtgeld überspringt hier Wochen Grind. Es kauft aber keine Items, die es nicht ohnehin gäbe.
Im instanziierten PvP: Nein. In Arenen und auf den 10-gegen-10-Schlachtfeldern gleicht das Spiel die Ausrüstung aller Teilnehmer an. Euer Geld gibt euch dort keinen Vorteil, genau das hat NC im Vorfeld geändert.
Im Open-World-PvP und Abyss: Ja. Draußen zählt euer Gear, und Gear ist über Kina kaufbar. Wer im Abyss mit Whales kämpft, spürt den Unterschied.
Dazu kommt die Abo-Schwelle: Der Marktzugang hinter 15 Dollar pro Monat bedeutet, dass die kostenlose Version faktisch eine Testversion der Wirtschaft ist. Mein-MMO nennt das Abo für Vielspieler deshalb „eigentlich Pflicht“. Fair ist immerhin, dass Vielspieler ihre Kina über die Börse in Quna tauschen und sich damit Abo-nahe Vorteile erspielen können. Voraussetzung bleibt das Abo selbst.
Was gegenüber Korea entschärft wurde
In Korea und Taiwan startete Aion 2 mit zwei Abos, die zusammen rund 27 Euro pro 28 Tage kosteten, dazu Dungeon-Ticket-Limits und charaktergebundene Haustiere. Für den Westen hat NC das zusammengelegt: ein Abo für 15 Dollar pro 30 Tage, keine Obergrenze mehr für Dungeons, Haustiere und Skins gelten accountweit, und das instanziierte PvP normalisiert Ausrüstung.
Die Grundkonstruktion bleibt trotzdem dieselbe: Free-to-Play mit der Wirtschaft hinter dem Abo und Echtgeld-zu-Kina-Weg über die Tauschbörse. Die Steam-Reviews der ersten Headstart-Tage spiegeln genau das – Kritik am Season Pass und an der Monetarisierung, Lob fürs Spiel selbst.
Für wen lohnt sich was?
Kostenlos reinschnuppern: ja, uneingeschränkt. Kampagne und Dungeons kosten nichts, und ob euch der Kampf liegt, merkt ihr in den ersten Stunden.
Solo bis Level 45 ohne Markt: geht, ist aber ein Spiel mit einer Hand auf dem Rücken. Wer craften, verkaufen und Ausrüstung kaufen will, kommt ums Abo kaum herum.
Wer alle acht Klassen spielen will, sollte übrigens den Daeva Pass im Blick behalten: Der Premium-Pfad gilt pro Charakter, nicht für den Account.
Nächste Schritte
Wann Aion 2 startet, welche Server es gibt und was euer Rechner können muss, steht in unserem Release-Artikel zu Aion 2. Klassen, Fraktionen und das Endgame klären wir im Guide zu den Aion-2-Klassen. Weitere kostenlose MMORPGs findet ihr in unserer MMORPG-Übersicht.




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