Aion 2 startet am 5. Oktober 2026 mit genau acht Klassen und zwei Fraktionen, die im Spiel die Rolle der Rassen übernehmen: Elyos und Asmodier. Beides hängt nicht zusammen – beide Fraktionen dürfen jede Klasse spielen, gesperrte Kombis oder Bonus-Abhängigkeiten gibt es nicht. Die Geschichte spielt 200 Jahre nach dem ersten Aion. Hier findet ihr alle Klassen mit Rolle und Waffe, den Fraktions-Unterschied, die Story und einen Blick aufs Endgame.
Stand: 1. Oktober 2026
Die 8 Klassen von Aion 2 im Überblick
Die deutschen Namen stammen aus dem globalen Client, den Datenbanken wie MetaBot direkt aus den Spieldateien auslesen. Jede Klasse hat 35 Fertigkeiten (12 aktive, 10 passive, 13 Stigma) und fünf Daevanion-Tafeln für weitere Spezialisierung. In internationalen Wikis heißen Waldläufer Ranger, Magier Sorcerer und Beschwörer Spiritmaster – intern trägt der Beschwörer den Namen Elementalist.
Klasse | Rolle | Hauptwaffe | Passt zu euch, wenn … |
|---|---|---|---|
Gladiator | Tank / Schaden | Großschwert | ihr im Nahkampf austeilt und einstecken wollt |
Templer | Tank | Langschwert und Schild | ihr die Gruppe anführt und schützt |
Assassine | Schaden (Nahkampf) | Dolche | ihr aus der Tarnung zuschlagt und PvP mögt |
Waldläufer | Schaden (Fernkampf) | Bogen | ihr Gegner aus der Distanz erlegt |
Magier | Schaden (Magie) | Grimoire | ihr Flächenzauber und Burst liebt |
Beschwörer | Schaden / Kontrolle | Orb | ihr mit Geistern kämpfen wollt |
Kleriker | Heiler | Streitkolben | ihr eure Gruppe am Leben haltet |
Kantor | Heiler / Schaden | Stab | ihr unterstützen und mitkämpfen wollt |
In den Spieldaten tragen nur Gladiator und Templer die Tank-Rolle, Kleriker und Kantor sind als Heiler markiert. Alle anderen Klassen sind auf Schaden ausgelegt.
Was können die einzelnen Klassen?
Die Zweihand-Kämpfer: Gladiator und Templer. Der Gladiator teilt mit dem Großschwert Flächenschaden aus und kann sich über Lebensraub selbst heilen; als Off-Tank springt er bei Bedarf ein. Der Templer ist der Haupt-Tank: Schild, viel Verteidigung, wenig Eigenschaden. Beide werden in Gruppen gesucht, der Templer levelt langsamer.
Die Heiler: Kleriker und Kantor. Der Kleriker ist der Haupt-Heiler mit Gruppenheilung, Schilden und als einzige Klasse einer Wiederbelebung für gefallene Mitspieler; sein eigener Schaden ist der geringste im Spiel. Der Kantor ist ein Hybrid: Er kämpft mit dem Stab im Nahkampf, heilt notdürftig und stärkt die Gruppe mit Mantras. Weder bester Heiler noch bester Schaden, dafür in jeder Gruppe willkommen.
Die Schadensklassen: Assassine, Waldläufer, Magier, Beschwörer. Der Assassine schlägt aus der Verstohlenheit zu und hat den höchsten Burst, verträgt selbst wenig – die klassische Glaskanone, vor allem fürs PvP. Der Waldläufer schießt aus der Distanz, hält Gegner mit Fallen und Beweglichkeit auf Abstand, braucht dafür aber gute Ausrüstung.
Magier kombinieren Burst- und Flächenschaden mit Kontrolleffekten und müssen dabei ihr Mana im Griff behalten. Beschwörer lassen Geister für sich kämpfen und setzen selbst auf Schaden-über-Zeit-Effekte. Nach den jüngsten Anpassungen in Korea gilt die Klasse dort als eine der stärksten und ist gut solo spielbar.
Fürs Leveln gilt laut Mein-MMO: Templer, Kleriker, Gladiator und Waldläufer sind einsteigerfreundlich, Magier, Kantor und Beschwörer mittel, der Assassine braucht Übung.
Welche Klasse ist die beste?
Die ehrliche Antwort: Das weiß vor dem Release niemand. In Korea führte im Januar der Geisterbeschwörer die Ranglisten an, im Mai der Assassine, während der Gladiator im selben Ranking ganz unten landete. Am 26. August folgte der größte Klassenpatch seit Start, und die globale Version startet mit einer angepassten ersten Saison und eigenen Werten. Wer euch jetzt eine verlässliche Tier-List verkauft, hat sie nicht aus dem globalen Client.
Sicherer ist die Auswahl nach Spielstil und Rolle. Solo leveln: Templer oder Gladiator, weil beide viel austeilen können. Schnell Gruppen finden: Templer und Kleriker, denn jede Dungeon-Gruppe braucht sie. In der auf fünf Spieler begrenzten Expedition hat sich in Korea eine Aufstellung aus einem Tank, einem Kleriker, einem Kantor und zwei Schadensklassen durchgesetzt. Ein Detail: Die Gruppenbuffs von Gladiator (Kampfrausch) und Templer (Erfahrener Konterangriff) stapeln nicht, beide gleichzeitig bringen also nichts.
PvP im Abyss: Assassine für Burst aus dem Hinterhalt, Magier für Flächenschaden, Waldläufer zum Kiten. Wer den Luftkampf über den Boden stellt, ist mit Fernkämpfern stabiler unterwegs.
Gibt es Rassen in Aion 2? Elyos und Asmodier
Rassen im klassischen Sinne gibt es nicht. Ihr wählt eine von zwei Fraktionen, die aus derselben Bevölkerung hervorgegangen sind: die Elyos in der sonnigen Südhälfte von Atreia und die Asmodier im dunklen, rauen Norden. Die Balaur, ein Volk von Drachen, sind die dritte Fraktion – nicht spielbar und Gegner beider Seiten.
Offiziell beschreibt NC die beiden Seiten so: „Die Elyos erlangten Wohlstand und sehen sich als auserwähltes Volk Aions. Die Asmodier überstanden Jahrhunderte der Not und glauben, daraus ihre Stärke gewonnen zu haben. Keiner liegt falsch. Keiner wird nachgeben.“ (Steam-Seite von Aion 2)
Die Wahl ist dauerhaft. Sie bestimmt eure Startregion und Levelgebiete, bei den Elyos unter anderem Verteron und Eltnen, bei den Asmodiern Altgard und Morheim. Dazu kommen euer Aussehen mit über 200 Optionen im Charaktereditor, eure Mitspieler und eure Seite im Fraktionskrieg. Auf welcher Seite eure Freunde spielen, sollte deshalb das erste Auswahlkriterium sein.
Hängen Rasse und Klasse zusammen?
Nein, und das ist die kurze Antwort auf die häufigste Frage vor dem Start: Beide Fraktionen teilen sich dieselben acht Klassen. Elyos und Asmodier spielen identische Klassen-Listen, es gibt weder Rassen-Bonis auf bestimmte Klassen noch Kombinations-Bonis wie in anderen MMORPGs. Laut Mein-MMO gibt es fraktionsspezifische Varianten einiger Skill-Effekte, mechanisch bleibt die Klasse dieselbe.
Wählt also zuerst die Klasse, die euch Spaß macht, dann die Fraktion eurer Freunde. Nur bei der Optik müsst ihr entscheiden: geflügelte Engelsoptik im Süden oder dunkle Asmodier mit leuchtenden Augen im Norden.
Worum geht es in der Story?
Aion 2 spielt 200 Jahre nach dem ersten Teil. Kurzer Kontext: Der Gott Aion schuf die Welt Atreia mit dem Turm der Ewigkeit im Zentrum. Die als Beschützer erschaffenen Balaur versklavten die Völker stattdessen, weshalb Aion Menschen zu unsterblichen Daevas erweckte. Eine Waffenruhe am Turm scheiterte, der Turm zerbrach und riss die Welt in zwei Hälften – der Abyss entstand dazwischen. Seitdem kämpfen Elyos und Asmodier gegeneinander.
Ihr steigt wieder als Daeva auf, doch die Macht der Daevas schwindet seit dem Fall des Turms. Die Balaur unterdrücken die Überlebenden, der Fraktionskrieg geht weiter, und die Hauptaufgabe lautet: die Welt der Daevas wieder aufbauen. Den ersten Teil müsst ihr dafür nicht kennen; die wichtigsten Namen und die Katastrophe erfahrt ihr ingame.
Wie sieht das Endgame aus: Raids oder PvP?
Beides, aber klar getrennt: PvE und PvP haben eigene Inhalte und eigene Ausrüstung. Nach der Maximalstufe 45, in 10 bis 15 Spielstunden erreichbar, dreht sich alles darum, Kampfkraft (Combat Power) und Ausrüstungsstufe zu steigern. Das meiste Angebot liegt beim PvE, und PvP ist laut Mein-MMO rein optional.
Die PvE-Seite ist eine wöchentliche Routine aus drei Ebenen. Solo-Inhalte sind die zeitkritischen Aufstiegsprüfungen und die Albtraum-Dungeons als Solo-Bossjäger. Für Gruppen gibt es 5er-Dungeons (Expeditionen und Transzendenz-Dungeons) sowie 10er-Raids wie das Sanctuary, das die beste Ausrüstung droppt. Laut MetaBot bringt der globale Client 16 Gruppen-Dungeons und 3 Raids mit, dazu Strongholds, Invasions-Events und Weltbosse in der offenen Welt. Kampfkraft wächst neben Ausrüstung auch über Arcana-Karten, Daevanion-Fortschritte, Titel und Flügel.
Die PvP-Seite lebt vom Abyss, dem Fraktionskrieg in Luft und Boden um Kontrollzonen, Artefakte und Weltbosse. Dazu kommen Arenen (1 gegen 1 und 4 gegen 4), Schlachtfelder mit 10 gegen 10 und zeitlich geplante Rifts. In Arenen und Schlachtfeldern gleicht das Spiel die Ausrüstung an; PvP-Gear aus Abyss-Punkten lohnt vor allem im Open-World-PvP. Ein Haken: Der Abyss-Zugang ist auf 7 Stunden pro Woche begrenzt und lässt sich per Item oder Mitgliedschaft erhöhen.
Kurz: Wer Raid-PvE sucht, findet einen wöchentlich strukturierten Gearscore-Aufstieg mit Raids als Gipfel. Wer PvP will, bekommt einen eigenen Track mit eigenem Gear – und der Abyss verbindet beides im großen Fraktionskrieg.
Klasse oder Fraktion wechseln: Geht das?
Beides geht nicht. Ein Klassenwechsel ist nicht vorgesehen, wer umsteigen will, braucht einen neuen Charakter. Ob NC später ein Wechsel-System nachreicht, ist für die globale Version offen. In Korea ist mit dem Brawler bereits eine neunte Klasse dazugekommen, die mit Kampfhandschuhen kämpft – zum globalen Start gehört sie nicht zum Roster.
Nächste Schritte vor dem Start
Den globalen Release schafft ihr am 5. Oktober über Steam oder den Purple-Launcher. Welche Server es gibt, was das Spiel kostet und welche Rechner es braucht, steht in unserem Aion-2-Release-Artikel. Weitere kostenlose MMORPGs findet ihr in unserer MMORPG-Übersicht.




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