Mit Update 82 läuft in Dungeons & Dragons Online (DDO) das Event The Court of Strahd, das jetzt den Platz des früheren Hardcore-Modus einnimmt. Eigene Hardcore-Server öffnet Entwickler Standing Stone Games dafür nicht mehr, sondern gibt euch auf den normalen Welten eine spezielle Laterne. Der Haken dabei: Ein Tod beendet zwar sofort euren Event-Lauf, löscht aber nicht euren Charakter und trennt euch auch nicht vom Handel eurer Heimatwelt.
Was jetzt läuft: Court of Strahd in DDO
Gestartet ist The Court of Strahd mit Update 82 von Dungeons & Dragons Online am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026. Als Startzeit nennt der offizielle Guide zu The Court of Strahd „1:00 PM Eastern (-4 GMT)“. Im Oktober gilt an der US-Ostküste Sommerzeit (EDT, UTC−4) und in Deutschland ebenfalls Sommerzeit (MESZ, UTC+2). Beide Uhren zeigen damit eindeutig auf 19:00 Uhr (MESZ).
Anders sieht es beim Ende am Mittwoch, dem 17. Februar 2027, zur wöchentlichen Wartung aus. Der Guide nennt „9:00 AM Eastern (-4 GMT)“, doch im Februar zeigen diese beiden Uhren nicht auf denselben Moment. An der US-Ostküste gilt im Winter die Normalzeit EST (UTC−5) statt UTC−4, während Deutschland auf Winterzeit (MEZ, UTC+1) läuft. Nach 9:00 AM Eastern (EST) endet das Event um 15:00 Uhr (MEZ); nach dem Klammerzusatz „-4 GMT“ wäre schon um 14:00 Uhr (MEZ) Schluss (Stand: 18. Oktober 2026).
Ihr steigt ein, indem ihr in Korthos Village, auf Delera's Graveyard oder auf dem Friedhof in Eveningstar in die Nebel tretet. Dort warten eine kurze Vorquest und der Orden The Order of the Guardians. Oben im Guide steht aktuell noch der Hinweis, dass ein Bug manche Spieler am Betreten dieses Intro-Dungeons hindert. Ihr bekommt die Laternen aber auch direkt bei den Wächtern ohne den Dungeon, und Hotfix 82.0.1 hat den Zugang bei NPC Escher nachgebessert.
In der Ankündigung zu The Court of Strahd spricht Standing Stone Games selbst von einem Standard-Set und einem „Hardcore“-Set an Laternen. Vor Ort wählt ihr zwischen zwei Spuren:
- Bei Zuria Velamont gibt es die normalen Laternen (Regular Lanterns), die für jede Stufe offen sind und beim Tod heil bleiben.
- Nebenan bei Narstom Gelminedes erhaltet ihr die Schädel-Laternen (Skull Lanterns), die als Hardcore-Spur strengen Regeln folgen.
Beide Laternen gehören in den kosmetischen Schild-Slot. Trägt jemand in eurer Gruppe eine Laterne, tauchen in Quests überall Nebel auf, aus denen Strahds Diener angreifen. Besiegt ihr sie in eurer Nähe, füllt sich eure Laterne. In fünf Stufen von der Lantern of the Pledge II bis zur Lantern of Old Bones schaltet ihr so Umhänge, Hörner, Fußspuren und ein Teleport-Portal frei.
Die Hardcore-Laterne: Regeln für den Lauf
Wer bei Narstom Gelminedes zur Skull-Laterne greift, erhält sofort den Buff Vow of Glory. Dieser Schwur knüpft euren Lauf an feste Regeln, die auf den normalen Welten anders wirken als früher.
Zuerst zählt eure Stufe. Eine Skull-Laterne bekommen nur neue Charaktere auf Stufe 1 mit weniger als 1.500 Erfahrungspunkten. Spielt ihr ein Iconic-Volk, müsst ihr die Erfahrungspunkte im Tutorial überspringen und direkt mit Narstom Gelminedes reden. Reinkarnierte Figuren mit Past Lives sind ausgeschlossen.
Auch beim Stufenabstand zu den Quests gelten Grenzen. Auf Heroic füllt sich eure Laterne nur, wenn ihr weniger als drei Stufen über dem Basis-Level der Quest liegt, also höchstens zwei Stufen darüber. Für Epic und Legendary setzte Update 82.0.1 die Grenze auf näher als sechs Stufen über dem Basis-Level. Ab Stufe 20 bringen Heroic-Quests keinen Fortschritt mehr.
Der größte Unterschied zu einem echten Hardcore-Server betrifft die Ausrüstung. Mit Vow of Glory dürft ihr nur Beute anlegen, die seit Event-Start gefallen ist und ein Event-Zeichen trägt. Diese markierten Items droppen aber für alle Spieler auf dem Server, auch für Stammhelden ohne Laterne. Ungebundene Event-Beute kann laut Guide frei gehandelt und im Auktionshaus verkauft werden. Ihr startet also nicht bei null.
Noch deutlicher wird der Unterschied beim Tod. Sterbt ihr mit Vow of Glory, ist euer Lauf mit der Skull-Laterne vorbei, und offene Belohnungen aus vollen Schädel-Laternen gehen verloren. Euer Charakter bleibt jedoch am Leben und spielt auf seiner Heimatwelt normal weiter. Es ist Pseudo-Hardcore: Ein Fehler killt nur euren Laternen-Lauf, nicht eure Spielfigur.
Für den Wettbewerb sammeln Träger einer Skull-Laterne beim ersten Abschluss jeder Quest Ruhm (Fame). Höhere Schwierigkeitsgrade bringen mehr Punkte, während eine Reinkarnation den Ruhm löscht. Nach dem Event stellt das Studio die Bestenliste in der Hall of Heroes aus.
Früher gab es eigene offizielle Hardcore-Server in DDO
Warum Veteranen von Semi-Hardcore sprechen, zeigt der Blick zurück. Mit der DDO Hardcore League betrieb das Studio einen eigenen, zeitlich begrenzten Hardcore-Server.
Auf diesem Server galten harte Regeln:
- Nach jedem Tod durch Kampf, Sturz, Verbindungsabbruch oder Story-Momente wie in The Shroud landete euer Charakter im Land of Lost Souls und konnte auf dem Hardcore-Server nicht weiterspielen. In Season 1 war dort der NPC Mortality. Für Season 2 kündigte das Studio an, dass Arraetrikos ihn ersetzt.
- Wiederbelebungszauber, der Befehl
/deathsowie Todesschutz-Fähigkeiten wie Death Pact waren gesperrt. - Einen bestehenden Helden konntet ihr nicht auf den Server ziehen. Veteranen und Iconics starteten auf Stufe 1. Beim Umzug zurück blieben Shared Bank, Gildenluftschiff und Reittier-Zertifikate liegen.
- Normalerweise galt eine Sperre, sobald jemand mehr als zwei Stufen über dem Basis-Level einer Quest lag.
Auf den Ranglisten für Top 100 Total Favor und Top 100 Reaper XP zählten nur lebende Figuren. Wer starb, flog von der Tafel. Zwar konntet ihr tote oder überlebende Helden kostenlos auf normale Welten umziehen, doch auf dem Hardcore-Server herrschte echter Permadeath in einer geschlossenen Wirtschaft.
Spätestens am 21. August 2019 lief der Server schon: An dem Tag reparierte Update 42.5 den NPC Mortality. Die Abschlussrangliste von Season 1 erschien am 6. Dezember 2019. Im Producer-Brief vom Januar 2020 schrieb Sev, Season 1 sei so gut angekommen, dass die Liga wiederkehrt. Es gab neun Seasons. Season 8 startete am 17. Mai 2023. Den Schluss bildete Season 9: Return to Grace, vom 6. Dezember 2023 bis zur Wartung am 7. Februar 2024. Sie brachte das ältere Saving Grace zurück, mit einer Level-Sperre von +4 statt der üblichen +2 und je einem Extraleben auf Stufe 8 und 16.
Der Wechsel weg von eigenen Servern hin zum Pseudo-Hardcore
Den Wechsel kündigte Producerin Amanda „Tolero“ Grow in ihren Jahresbriefen an. Schon im Producer's Letter vom Januar 2024 schrieb sie während Season 9, dass im Herbst 2024 ein neues Event den Platz der Hardcore-Saison einnehmen werde. Als Grund nannte sie, dass daran alle Spieler teilnehmen können, unabhängig von ihrer Stufe.
Der erste Schritt folgte am 23. Oktober 2024 mit Update 70. Damals eröffnete das Studio mit Cormyr den ersten 64-Bit-Server von DDO, anfangs nur für VIP-Kunden ohne Transfers, und verband ihn mit Lanterns in the Mists. Dort feierten The Order of the Guardians sowie beide Laternen-Arten Premiere.
Im Jahr 2025 baute das Studio die Server um. DDO selbst spielt ihr kostenlos über die Steam-Seite von Dungeons & Dragons Online. Laut Toleros Producer's Letter vom Februar 2025 sollte die 64-Bit-Technik die Leistung verbessern und Lag senken. Ab dem 15. Juli 2025 liefen die kostenlosen Umzüge auf die neuen 64-Bit-Welten Shadowdale und Thrane (USA) sowie Moonsea (Europa). Die acht alten 32-Bit-Server Argonnessen, Cannith, Ghallanda, Khyber, Orien, Sarlona, Thelanis und Wayfinder waren nach dem 31. August 2025 für normales Spielen zu. Bis zum 1. Oktober 2027 dienen sie laut den 64-Bit-Transfer-Regeln nur noch als „Ghost Worlds“ für kostenlose Umzüge.
Im selben Brief begründete Tolero, warum die Events nun auf allen normalen Welten laufen. Spieler sollen per „Opt-in“ teilnehmen und trotzdem auf ihrem Server in Gruppen zusammenspielen können, auch wenn andere ein normales Ziel, Hardcore oder gar kein Event verfolgen. Vom 19. November 2025 bis zum 4. Februar 2026 setzte _The Symphony of the Fey_ dieses Modell samt Vow of Glory und Ruhm-Rangliste erstmals auf allen Heimatwelten um. The Court of Strahd führt diese Linie fort.
Für wen sich der Skull-Lauf lohnt und für wen nicht
Ob ihr zur Skull-Laterne greift, hängt von euren Erwartungen ab. Das neue Modell spaltet die Spieler nicht mehr auf einen Saison-Server ab, nimmt dem Überlebenskampf dafür aber seine geschlossene Wirtschaft.
Der Skull-Lauf lohnt sich für euch, wenn ihr:
- einen neuen Charakter auf Stufe 1 ohne Past Lives auf einer 64-Bit-Welt wie Moonsea oder Cormyr starten wollt,
- den Reiz sucht, ohne Tod durchzukommen und euren Namen in der Hall of Heroes zu verewigen,
- die fünf Grand-Belohnungen sammeln möchtet, ohne bei einem Fehler euren Charakter zu verlieren.
Ihr könnt euch die Skull-Laterne sparen und die normale Laterne bei Zuria Velamont nehmen, wenn ihr:
- lieber mit eurem Hauptcharakter samt Past Lives und Bank-Beute weiterspielt,
- echte Hardcore-Puristen seid, denen ein Modus mit handelbarer Event-Beute aus dem Auktionshaus zu weich ist,
- keine Lust habt, durch einen Verbindungsabbruch offene Skull-Belohnungen zu verlieren.
Für eure Planung zählt vor allem eines: Ein Tod im Event killt euren Laternen-Lauf, nicht euren Charakter. Wer nach einer Pause zurückkehrt, sichert sich bis zum 10. November 2026 mit dem Gutscheincode BIGBYISBETTER kostenlose Quest-Pakete. Den Code haben wir in den Tagesnews vom 16. Oktober 2026 vorgestellt; mehr lest ihr in den MMO-News.




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